Am Sonntag um 18:00 Uhr geht es diesmal mindestens 20 Jahre zurück. Denn vor etwas mehr als 20 Jahren schloss das legändere Dorian Gray für immer seine Türen.

Das Dorian Gray war eine populäre Diskothek der 1980er und 1990er Jahre im Frankfurter Flughafen. Die Gründer und Betreiber Gerd Schüler und Michael Presinger orientierten sich mit dem am 8. November 1978 eröffneten Club am New Yorker Studio 54. Die Einrichtung der Diskothek kostete mehr als 2,5 Mio. DM und legte den Grundstein für den „erfolgreichsten Flughafen-Club“. Benannt wurde die Diskothek nach dem Buch Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde. Zur Eröffnungsfeier verschickte die Geschäftsführung eine gedruckte Neuauflage des Romans als Einladung an die Gäste.

Das „Dorian Gray“ befand sich auf Ebene 0 (Tiefebene) der Halle C im Terminal 1 des Flughafens. Damit war das Dorian Gray nicht von der Sperrstunde betroffen, die zu dieser Zeit in Frankfurt bei 4:00 Uhr morgens lag.

Bis zu 2500 Gäste tanzten pro Nacht auf drei Floors (Runningman, Studio 54 und Chillout) – Ende der 1970er Jahre zu Disco, Funk und Soul, später, ab 1984, vorwiegend zu elektronischer Musik wie EBM, House, New Wave und Techno-Musik, ab 1992 zu Blackmusic im kleinen Club. Der erste DJ, der im Dorian Gray am Plattenteller stand und dort bis 1986 als Stamm-DJ arbeitete, war Bijan Blum, der seit 1993 in Mannheim lebt.

Bekannte DJs waren Sven Väth, Torsten Fenslau, Ulli Brenner, Michael Münzing, DJ Dag, Talla 2XLC, DJ Taucher, Tom Wax, Mark Spoon, Heinz Felber, Pascal FEOS, Björn Mulik, Ali Limam, DJ T., Andy Düx und DJ Jeff. Somit war das Dorian Gray eine musikalische Geburtsstätte des Sound of Frankfurt.



Jenny Fm Internetradio http://jennyfm.org/jennyfm_v8